Samstag, 16. Juli 2011

Verfeinerung einer feinen Feinsäge

Vor kurzem habe ich eine ganz besondere Feinsäge in der Hand gehabt. Der Griff lag traumhaft in der Hand und ich war quasi gezwungen meine Pax-Feinsäge zu "pimpen".
Aus amerikanischem Nussbaum, passend zu den anderen Sägen, habe ich mir einen Griff "an" die Hand gedrechselt.
Das ballige Ende schmiegt sich sehr schön in die Hand.






Dienstag, 12. Juli 2011

Schöne Sägen

Ganz frisch fertiggestellt hängen jetzt drei Sägen allererster Güte in meiner Werkstatt. Die Griffe sind aus amerikanischem Nussbaum.


Diese Sägen sind in Kooperation mit den Sägenbauern Klaus und Pedder entstanden. Über diesen Blog bin ich mit Pedder in Kontakt gekommen. Er fand meine Sägekluppe gut und mir haben die Sägen von ihm sehr gut gefallen. Das Ende vom Lied war, er hat eine große Kluppe und ich habe drei Sägeblätter mit Rücken von ihm bekommen.
Sein Partner Klaus, der begnadet die Griffe an die TLT-Sägen zaubert, wohnt im Gegensatz zu Pedder gar nicht so weit weg von mir. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihm beim Griffbau über die Schulter schauen dürfte. Das Resultat waren zwei wundervolle Samstage in seiner Werkstatt und einer Wissensvermittlung vom allerfeinsten!

Bei den Sägen handelt es sich um eine feine Zinkensäge, eine Carcass-Saw und eine Zapfensäge. Die Griffe sind von Klaus an meine Handgröße angepasst worden, es handelt sich also um absolute "Custom"-Sägen.

Um die Abläufe zu verstehen hat er mit mir exemplarisch den Griff für die Carcass-Saw gebaut, bei dem ich nur noch den Feinschliff und das Ölen machen musste. Bei den anderen Sägen habe ich dann entsprechend mehr selber machen können. Bei der Zapfensäge habe ich das Formen übernehmen können. Den Blattschlitz, die Aussparung für den Rücken und die Bohrungen hat Klaus noch gemacht. Aber bei der Zinkensäge habe ich dann bis auf den Blattschlitz alles gemacht.

Eine der wichtigsten Lektionen, welche mir Klaus beigebracht hat, ist jeden Arbeitsschritt so perfekt wie möglich abzuschließen. So kommt es am Ende zu einem perfekten Ergebnis.

In so einem Rohling stecken mehrere Stunden Arbeit.

Wie schön ist dann dieser Moment...

Nach jeder Körnung Schleifpapier wird der Griff schöner.

Nach einer Schellack-Grundierung und vier Lagen Truoil war der Griff dann fertig.

Der Griff montiert.

Den Griff der Carcass hat Klaus gemacht. Er ist der Perfekteste von allen.
Bei der Zinkensäge konnte ich dann das Gelernte umsetzen. Hierbei hat Klaus "nur" die Kontur gezeichnet und den Blattschlitz eingesägt. Den Rest habe ich selbst gemacht, außer Bilder - leider.


Um die Sägen von Zeit zu Zeit nachzuspannen, habe ich einen Schlitzmutterndreher-Rohling bekommen, welchem ich ein Heft aus Wenge verpasst habe.

Nachdem die Sägen fertig waren hat Pedder nochmal alle durchgeschliffen. Die Präzision und die Wiederholgenauigkeit seiner Arbeit ist "maschinengleich" präzise. Der Umgang mit den Sägen ist die reine Freude. Ich verzichte hier ganz bewußt auf eingesägte Bretter zum Beweis. Die nächsten Projekte werden ganz entscheidend mit diesen Sägen hergestellt.

Die Herstellung hat mir sehr viel Freude bereitet. Es war mir eine ganz besondere Ehre die besten Sägenbauer Europas kennengelernt zu haben.

Vielen Dank Klaus und Pedder!

Samstag, 25. Juni 2011

Restaurierung einer alten Werkbank

Ich habe eine alte Montage-Werkbank geschenkt bekommen. Diese war über 30 Jahre oder mehr im harten Arbeitseinsatz und war optisch ziemlich mitgenommen. Die Werkbank ist unglaublich solide gebaut, eine richtige Wertarbeit.

In diesem Zustand kam sie in meine Werkstatt, mit einem alten Heuer-Schraubstock und einer Einspannvorrichtung für Rohre (was ich mit dieser mache weiß ich noch nicht).

 Die Platte war in einem sehr schlechten Zustand.

Mit einem Bandschleifer musste ich sehr viel Material abnehmen.

Danach musste noch etwas feiner geschliffen werden.

Die Platte habe ich mit Leinölfirnis versiegelt.

 Die Tischbeine und den Schraubstock habe ich mit Hammerschlag-Lack neu aufgearbeitet.

Jetzt habe ich eine sehr hochwertige Werkbank für Metallarbeiten und einen Platz für die Bohrmaschine.

Damit wurde eine weitere Schmuddelecke "organisiert"

Bohrständer

Schon seit längerem habe ich einen Bohrständer für meine Bohrmaschine. Für meine Projekte musste aber eine variablere Konstruktion her. Das Internet ist voll von verschiedenen Varianten. Mir war eine große Auflagenfläche wichtig.

Für runde Teile habe ich mir eine Einspannvorrichtung aus Resten gebaut.

Eine Multiplexplatte dient als Grundplatte und ist mit dem Bohrständer verschraubt. Mit den eingelassenen T-Nut-Schienen lässt sich der Anschlag variabel positionieren. Festgestellt wird über Flügelmuttern.

 Aus einem vorigen (noch nicht veröffentlichtem) Projekt waren noch Reste übrig. Anschnitt von einem Schneidebrett aus Teak und Esche. Damit halte ich sicherlich den ersten Platz bei den dekorativsten Anschlägen.

Für mich stellt der Bohrständer eine große Verbesserung dar. Bisher musste ich mit Winkelabweichungen und improvisierten Einspannungen leben, jetzt nicht mehr.

Sonntag, 5. Juni 2011

Rollendes Holzregal

Um für die nächsten Projekte die Werkstatt strukturiert zu bekommen, habe ich mich entschlossen ein Regal zu bauen. Es macht einfach mehr Spaß wenn alles seinen Platz hat.

Beim Bau des Regals kamen sehr viel Maschinen zum Einsatz. Davon gibt es leider keine Bilder.
Der Schwerpunkt lag eindeutig beim Zuschneiden der Platten mit Führungsschiene und Tauchsäge.

Da mir die Kanten von OSB gar nicht gefallen, habe ich Leisten aus Forche angeleimt. Dies ging mit Klebeband sehr gut.
Die Kanten habe ich mit einer Kantenfräse bündig gefräst und die Platten mit Dominodübel verbunden. Für die Rückwand habe ich ebenfalls Forche verwendet.

Beim Einlegen der Bretter habe ich mich für eine überplattete Variante entschieden.


Bei der Größe der Fächer  habe ich mich an den Systainer-Abmessungen orientiert. Vielleicht rüste ich noch Auszüge nach.


Den Zeitaufwand habe ich ein wenig unterschätzt. Insgesamt waren es wohl zwei Tage, die sich aber sehr gelohnt haben. Ich konnte sehr viel testen, ausprobieren und mal wieder Maschinen laufen lassen :-)