Sonntag, 27. November 2016

Werkstattboden

Endlich ist es geschafft. Meine neue Werkstatt habe ich vor einigen Tagen bezogen. Vor dem Einzug musst ich noch den Boden verlegen, der Heizungsbauer war spät dran und so hatte ich bis zum Vortag des Umzuges zu tun. Im ersten Schritt musste ich den Raum freiräumen, die Werkstatt wurde während des Bauens als Vorratskammer missbraucht.


Unter den Boden habe ich eine Dampfsperre und eine Trittschallmatte aus Kork gelegt. Kork wurde mir empfohlen, da dieser Dauerbelastungen besser verträgt. Wir werden sehen.


Der Eichenboden gefällt mir sehr gut und einige Stimmen haben schon gewisse Vergleiche mit Wohnzimmern gezogen. Ich kann das verstehen.




Die ersten Maschinen sind auch schon da und ich habe bereits mit der Produktion von Sockelleisten begonnen. Diese sind natürlich in leeren Räumen wesentlich besser zu verlegen. Der Zeitplan wollte dies aber nicht so...




Montag, 31. Oktober 2016

Neue Werkstatt - neue Fensterbänke

Endlich ist es soweit - unser Hausbau ist weit fortgeschritten und ich gedenke meine neue Werkstatt bald zu beziehen. Die ersten Holzarbeiten habe ich bereits begonnen und habe alle Fenster mit Fensterbänken aus Eiche ausgestattet. Für meine Holztreppe und die Werkstatt-Türe habe ich mir Eichenholz trocknen lassen.


Aus diesem Qualitätsvorrat habe ich mich für die Fensterbänke bedient. Das Holz ist sehr schön zu bearbeiten. In der alten Werkstatt habe ich mir ein paar Bretter besäumt und ausgehobelt. Mit der Raubank habe ich noch einige Rattermarken entfernt.





Die Unterseite habe ich auf Empfehlung eines Experten eingeschlitzt, damit verliert das Holz etwas Kraft um sich zu werfen. Den Fensteranschluss habe ich größzügig gefast um einen Kontakt mit den Rahmenbefestigungen zu vermeiden. 



Das exakte Einpassen der Fensterbänke habe ich direkt in der neuen Werkstatt vorgenommen. Nach dem Kappschnitt habe ich die Fasen nachgefräst und die Enden geölt.



Die Fensterbänke habe ich eingeklebt und sie sind mittlerweile eingeputzt. Ich bin sehr zufrieden, sie halten bombenfest und werden sicherlich lange halten.



Freitag, 30. September 2016

Kleiner Tisch aus Robinie

In unserem Schuppen stand ein alter Couchtisch mit einem Metallfuß. Wir benutzen diesen als Abstellfläche für Blumentöpfe da die Platte optisch nicht mehr zu gebrauchen war. Meine Frau hatte die Idee daraus einen kleinen Beistelltisch für die Terrasse zu machen und hat bei mir eine Platte bestellt. Die Abstellfläche sollte groß genug sein für Grillgut und Grillwerkzeug.


Wir haben uns für Robinie entschieden. Ein Reststück war mir etwas zu schmal und ich habe noch einen Streifen dazwischen geleimt. Robinie habe ich bisher noch nie verarbeitet, der Geruch gefällt mir nicht.


Nach dem Verleimen erfolgt der Schliff und der Zuschnitt der Enden. Die Waldkante darf bleiben, meine Frau wollte das so. Robinie lässt sich grundsätzlich schön bearbeiten, das Werkzeug sollte nur scharf sein, wie eigentlich bei jedem Holz.



Der Tisch hat noch einige Lagen spezielles Öl für Gartenmöbel erhalten. Ich bin schon sehr gespannt wie sich der Tisch beim Grillen schlägt und hoffe noch auf die ein oder andere Chance in diesem Jahr.


Mittwoch, 17. August 2016

Spielzeug-Traktor aus Holz - mit Anhänger!

Im Vergleich zu anderen wichtigen Blogs passiert hier nichts weltbewegendes und schon gar nichts um es mit einem Ausrufezeichen kennzeichnen zu müssen. Aber ein Traktor mit Anhänger ist einfach weltbewegend, zumindest für meinen Sohn und ihm gehört er schließlich.
Es war ein super entspannter Vormittag und mein kleiner Kollege war mit vollem Eifer dabei. Angefangen haben wir mit einem Rohling von Opa, aus welchem wir die Räder gesägt haben, die Ulmia Gehrungssäge ist für diese Aufgabe ideal.


Beim Karosserie-Design haben wir uns viel Zeit gelassen und konnten uns Dank nahrungstechnischer Verstärkung letztendlich auf die finale Variante einigen, Holzprojekte halt - wer kennt sie nicht.


Holz wird beim Schleifen warm, heiß wäre sicherlich schlecht und wir haben darum den Prozess permanent geprüft. Holzanhänger sind auch sehr gute Telefone, ich denke das ist hinreichend bekannt.


Der Bandschleifer ist eine sehr aufregende und unterhaltsame Maschine. Der Schleifstaub ist seltsam und die Abluft des Bandschleifers ist total lustig, diese pustet nämlich.


Alle Teile haben wir sehr sorgfältig geschliffen und die Kanten verrundet. Die Bohrungen der Achslager haben einen Millimeter mehr als die Achsdübel. Da wir sehr ungeduldig sind haben wir die Verklebung mit Sekundenkleber gemacht


Die Deichsel und die Anhängevorrichtung sind Dominodübel welche wir eingefräst haben. Das war auch ein Spaß, ich habe es leider nicht fotografiert - ich musste die Maschine danach gut verstecken.


Mit etwas Walnuss-Öl kommt das Holz sehr schön zur Geltung. Das sichtbare Loch im Anhänger war ein Fehler von mir, mein Sohn findet es für Kleinteile sehr praktisch und die nächsten Fahrzeuge benötigen mehr Ladefläche. Die Mama war auch zufrieden.


Sonntag, 31. Juli 2016

Seitenbankhaken

In einer der letzten "Fine Woodworking"- Ausgaben war eine Bauanleitung für Seitenbankhaken und meiner Hobelbank haben solche Bankhaken noch gefehlt. Ein Brett aus Buche war das Ausgangsmaterial. Die angegebenen Abmessungen konnte ich nur teilweise verwenden, Hobelbänke können eben unterschiedlich sein.


Den Zuschnitt habe ich leider vergessen zu fotografieren. Ich habe teilweise die Tischkreissäge und auch die Kappsäge benutzt. Eine Bandsäge wäre ideal gewesen, aber ich weiß mir zu helfen. Die Aufnahme für die Zapfen war dann wieder etwas einfacher herzustellen.


Die aufgedoppelten Teile habe ich im ersten Schritt nur verleimt, je genauer die Positionierung umso weniger Nacharbeit fällt an. Zur Stabilisierung habe ich danach noch je zwei Dübel eingeleimt. So müsste es halten.



Die Dübel für die Haltezapfen haben einen Durchmesser von 20mm. Die Dübel werden nach dem Ablängen in die Bohrung eingepresst. In der Vorlage wurde der Dübel verzapft, das habe ich mir gespart, ich habe nicht mal Leim verwendet. Der Dübel sitzt extrem stramm in der Bohrung.



Die Bankhaken passen super zu einer Hinterzange. Die Spannflächen werde ich noch mit Leder belegen. Bei meinem aktuellen Bauprojekt konnte ich schon die Korpusseiten eines Schubkastens einhobeln. Ohne Boden wäre das auch mit der Vorderzange gegangen, es ist aber schön mehrere Möglichkeiten zu haben.